Was Sachwalterschaft nicht leistet:

  • Sachwalterschaft ist kein „Rundum-sorglos-Paket“. Aufgabe der SachwalterInnen ist es vielmehr, die betroffenen Menschen in ihrer Selbstständigkeit zu fördern bzw. diese zu erhalten, d.h. sie sollen weiterhin so viel wie möglich selbst erledigen – soweit sie dazu imstande sind. SachwalterInnen übernehmen nicht die Funktion eines Aufsichtsorgans, das bis in kleinste Details in das Leben der betroffenen Menschen eingreift und ihnen vorschreiben dürfte, wie sie zu leben haben.
  • SachwalterInnen sind ausschließlich für die anvertraute Person zuständig. Keinesfalls ist es ihre Aufgabe, die Mitmenschen der betroffenen Personen vor diesen zu schützen (etwa weil sie als gefährlich, lästig oder unangepasst empfunden werden).
  • Entscheidungen der betroffenen Menschen, die ihren persönlichen Lebensbereich betreffen, sind absolut zu respektieren. SachwalterInnen müssen/können nicht alles „durchsetzen“ oder „verbieten“. Daher gibt es etwa keinen Zwang zu medizinischer Behandlung, keine zwangsweise Säuberung der Wohnung u.v.a.m.
  • SachwalterInnen werden durch ihre Bestellung nicht zum Angehörigen oder besten Freund der betroffenen Menschen. Sie sind Helfer, die das Handeln und die Wünsche der ihnen Anvertrauten mit kritischer Distanz verfolgen. 

system betreuerinnen r