7Der Sachwalter ist oft auch, wo notwendig, für den Aufgabenbereich Verwaltung des Einkommens und Vermögens bestellt. Er wird in diesem Fall zuallererst dafür Sorge tragen, dass Sie ein regelmäßiges Einkommen haben. Dazu wird er die notwendigen Anträge stellen, etwa beim AMS, bei der MA 40, der PVA, der Gebietskrankenkasse oder wo es eben sinnvoll ist.
In vielen Fällen braucht er dazu Ihre Mitwirkung, etwa indem Sie Untersuchungstermine oder Termine beim AMS wahrnehmen.Ihr Sachwalter richtet für Sie ein eigenes Bankkonto ein, auf das nur er Zugriff hat. Auf dieses Konto kommen alle Geldeingänge, und über dieses Konto werden alle Zahlungen, die Sie betreffen, abgewickelt.

 Er sorgt für die Bezahlung der Fixkosten (Miete, Strom und Gas, Fernwärme, Haushaltsversicherung, um nur die wichtigsten zu nennen).

Ihr Sachwalter wird ausrechnen und mit Ihnen besprechen, wie viel Geld monatlich für Ihren Lebensbedarf, also für Ihre Lebensmitteleinkäufe, Zigaretten, Kosmetika, Reinigungsmittel usw., verbleibt und zur Verfügung steht. Sie werden auch gemeinsam klären, ob Sie das Geld auf einmal erhalten oder in kürzeren Abständen. Das ist etwa sinnvoll, wenn eine Spielsucht, ein Alkohol- oder ein Drogenproblem oder einfach Schwierigkeiten bei der Geldeinteilung vorliegen. Über den Lebensbedarf können Sie frei verfügen. Sie müssen darüber weder dem Gericht noch dem Sachwalter Rechenschaft ablegen.

Sie werden mit Ihrem Sachwalter festlegen, wie der Lebensbedarf an Sie bezahlt wird, etwa über ein Konto, über das nur Sie verfügen können, über ein Sparbuch, einen Betreuer oder ob Sie das Geld beim Sachwalter oder einer anderen Stelle abholen.

Für außertourliche Anschaffungen oder Notfälle, für den Einkauf von Bekleidung, für Geburtstage, Urlaub, Ausflüge usw. sollte Geld angespart werden. Der Sachwalter wird daher gut daran tun, für diese Zwecke regelmäßig Geld auf die Seite zu legen (sofern Ihre finanziellen Verhältnisse das zulassen).

Wenn Sie über größeres Vermögen verfügen, muss der Sachwalter dieses mündelsicher anlegen, das heißt, er muss eine Veranlagung wählen, bei der ein möglichst geringes Risiko besteht, dass Verluste beim Kapital eintreten. Hoher Ertrag ist erst in zweiter Linie von Bedeutung. Wichtig ist in erster Linie, dass das Vermögen erhalten bleibt.

Ihr Sachwalter muss einmal im Jahr dem Gericht eine genaue Abrechnung über die Einnahmen und Ausgaben für Sie vorlegen. Natürlich wird er Ihnen auch zwischendurch Auskunft über einzelne Fragen geben.

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